Nach der gemütlichen Pause hieß es wieder weiter fahren, um das Château de Prongues zu suchen, das uns als Quartier zugewiesen war. Es war gar nicht leicht, dies abseits der Hauptstraßen gelegene Schloss zu finden, und es wurde zunächst eine Irr fahrt, allerdings durch die Schönheit der Landschaft alles andere wie unangenehm war. Als wir mit dem Wagen eine der vielen Berghöhen erklommen hatten, erblickten wir zum ersten mal das Meer hinter dem welligen, durch zahlreiche Knicks unterbrochenen Gelände. Grau und glatt, endlos breitete sich das Wasser, kein Segel und kein, Schornstein unterbrach die weite Fläche.
Gewiss es ist nur der Kanal, das wissen wir, und gute hundert Kilometer dahinter liegt England. Dies Meer bedeutet Schicksal, vielleicht unser Schicksal, und darum, ist es schwer, sich von seinem Anblick loszureißen. Was kann auch gerade dies graue Wasser hier für unser eigenen, persönliches Schicksal bedeuten! Wir müssen aber weiter, es hilft nichts. Endlich, nach langem Suchen, kommen wir vor ein großes, schmiede eisernes Tor, hinter dem ein großer Park, von steinerner Mauer befriedet, liegt. Von einem Schloss ist außer dem kleinen Wegweiser „Au Chateau” nichts zu sehen. Durch den Wald artigen Park fahren wir den abfallenden, steinigen Weg hinunter, kommen auf eine Lichtung und da liegt der edle, gelbe Bau des Schlosses vor uns. Es ist kein großes und eigentlich auch kein prächtiges Schloss, aber ein so durchaus adliges und geräumiges Gebäude, dass man es sofort lieb gewinnt. Hier werden wir also für eine vielleicht lange Zeit liegen. Wir sind angelangt und zufrieden. Hier ist es so schön, dass man sich wird wohl fühlen müssen.