Eines Mittags hieß es nun nach Caen fahren. Uns beide, die es traf, berührte es nicht unangenehm, wenn auch das Wetter ausnahmsweise sehr trüb und regnerisch war. Aber trotzdem: Caen, die alte historische Hauptstadt des Départements Calvados, hätten wir schon seit längerer Zeit gern kennengelernt, ohne daß sich bis heute die Gelegenheit dazu geboten hätte. Dies war eine günstige Gelegenheit. Über Dozulé ging die Fahrt durch zuerst welliges, dann immer flacheres Gelände. Mit den Hügeln verschwanden auch Weiden und Knicks, und wir trafen auf die ersten Getreidefelder der Normandie. Die Ernte war schon beendet, sauber und kahl breitete sich das Land. Die Gegend um Caen, ein geräumiges Tal, ist die Kornkammer des Calvados. Ihre Flachheit und zugleich damit ihr besserer Boden erlauben in größerem Umfang den Weizenanbau.