Die Tochter des alten Grafen, die Gräfin von Geschminkt (so lautete ihr Name in wörtlicher deutscher Übersetzung), sprach so deutsche Worte, mit denen sie beachtliche Erfolge erzielte. Sie hatte die Redseligkeit ihres Vaters geerbt, war aber ebenfalls nicht uninteressant dabei. Neben den Angelegenheiten unseres Zusammenlebens besprach sie vorwiegend das ungewisse Schicksal ihres Mannes mit uns. Von ihrem Ältesten sprach sie nicht, denn sie hatte die Hoffnung verloren.
An der Gräfin von Geschminkt (ihr französischer Name war den meisten zu schwierig) hatten wir in der Folgezeit auch in den umliegenden Ortschaften unsere Freude, wenn sie, da es kein Benzin für ihren schönen Kraftwagen mehr gab, mit großer Würde auf einem kleinen Esel wagen saß, mit dem sie ihre Einkäufe erledigte. Sie war um ihren Sohn in Trauer, zog sich stets sehr einfach an und ließ lediglich ihrem Gesicht das zukommen, was ihm ihrem Namen nach gebührte. Es war ein komischer Anblick, die Gräfin auf ihrem Bock thronen zu sehen, während das kleine Grautier mit hängenden Ohren munter dahin trabte oder auch gelegentlich störrisch wurde und dann erst nach längeren Ansprachen seiner Lenkerin seine Pflicht wieder aufnahm.
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