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Michele

Mittwoch, 12. Mai 2010

Inzwischen sind wir rechtschaffen hungrig geworden. Müller harrt ein kaltes Abendbrot ohne besondere Attraktionen unser, ein Umstand, der uns nicht sehr reizvoll erscheint. Führen wir uns also ein anständiges Diner in einem Restaurant zu Gemüt, das mit einer Flasche Graves bestimmt eine vergnügliche Angelegenheit werden wird gehen wir zusammen an Land, um einen Strandbummel folgen zu lassen.

Ich sehe schon die Kameraden, die uns beide von weitem mustern, aber noch so intensiv mit der Bewunderung von Micheles Reizen beschäftigt sind, daß sie stumm und untätig bleiben. Ich nutze das aus, um meine Eroberung abseits zu ziehen und mit ihr zu promenieren. Sie ist nicht nur ein schönes, sondern auch sehr intelligentes Mädel, mit dem es wirkliche Freude macht sich zu unterhalten. Der Wahrheit die Ehre zu geben, sie war ein viel zu reizvolles Mädchen, um rein intellektuell für sich zu interessieren. Deshalb erörterte ich auch mit ihr, wie wir den weiteren Nachmittag und Abend zusammen verbringen wollten, eine Frage, die ihr durchaus nicht unsympathisch zu sein schien. Währenddessen bemerkte ich zwei meiner Kameraden, die sich mit äußerlich liebenswürdigen, aber doch unheildrohenden Mienen näherten. Während ich nachdachte, wie ich das abwenden könnte, was ich kommen sah, sagte Michele:
„Dann ist es am besten, wir ziehen uns jetzt beide an und treffen uns in einer halben Stunde wieder.”